Es gibt Ehrungen und Ehrungen. Das hier ist eine von der letzten (und damit besonderen) Sorte: Unter großem Beifall und nicht ohne Tränen in den Augen haben Gudrun Lux und Tim Richter die Achte-Minute-Ehrennadel von DDG und VDCH überreicht bekommen!
Nun erhielten beide für diese Leistungen eine eigens in Gold und Silber handgeschmiedete Nadel. Sie ist Andenken und Ehrung zugleich. Sie erinnert Gudrun und Tim daran, was die fünf Jahre intensiver Arbeit mit und für die Achte Minute aus der Achten Minute gemacht haben. Und sie ist Anerkennung für die Erfolgsspur, auf die Gudrun und Tim die Achte Minute gesetzt haben: Als internationales Debattiermagazin, als verbindendes Element der Szene und als Austausch- und Informationsplattform für Insider und Öffentlichkeit.
Seit im September 2007 aus Ham-burg der erste Post der digitalen Achten Minute online ging (damals noch ein bisschen radebrechend, aber immerhin schon mit Foto!), seitdem hat sich für die Achte Minute viel getan. Und, da sind sich die beiden Herausgeber, DDG und VDCH einig, sehr viel Gutes getan.
Und das Ganze neben dem ehrenamtlichen Engagement von beiden im VDCH-Vorstand! Dass sich der VDCH zeitweise als tagfüllender Job bewies, macht die Arbeit an der Achten Minute umso bemerkenswerter, befanden die Laudatoren Stefan Hübner von der DDG und Philipp Stiel vom VDCH. Von Anfang an war die Achte Minute mehr als ein Verkündungsorgan, sie war immer auch „debattabel“. In unzähligen Kommentar-Threads wurden Debatten geführt und Argumente ausgetauscht. Dass die Achte Minute zeitweise mehrere tausend regelmäßige Leser hatte und hat, trug das Debattieren und die vielfältigen Leistungen aus der Szene in die Öffentlichkeit.
Heute wird die Achte Minute von aktiven Rednerinnern und Rednern gelesen und mitgestalt. Kurzum: Sie ist vielen ein Lesezeichen im Browser und einen täglichen Blick wert.
Jährlich tagt das „Konklave“ und schaut sich unter den Rednerinnen und Rednern der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft (DDM) um. Welcher junge Redner leistet in seiner möglichst gerade begonnen Debattier-Karriere schon herausragendes? Wo schlummert Potential – in der Rede, der Analyse und auch dem Engagement für die Debattierszene.
Laut und leise, groß und klein – so schreibt die Achte Minute über die diesjährige Preisträgerin. Zu recht! Einmütig und unter stehenden Ovationen ist Felicia Höer vom Debattierclub Magdeburg die neue Nachwuchspreisträgerin der DDG! Wir alle gratulieren ihr herzlich!
Der Präsident der DDG, Stefan Hübner, verlieh den Preis während der DDM in München.
Dieses Jahr ging die Wahl verhältnis-mäßig schnell und einhellig über die Bühne. Nach den ersten Vorkonklaven ergab sich eine Liste von nur wenigen tatsächlich in Frage kommenden Rednerinnen und Rednern. Eine glückliche Fügung sorgte zudem dafür, dass in einer Debatte gleich mehrere Anwärter auf den Preis direkt gegeneinander antraten.
Mit dem 17. Rednerrang nach den Vorrunden beweist Felicia nicht nur eine Menge Potential in ihrer zweiten Saison, sondern zudem auch schon beachtliche Leistungen! Sie vereinbart in ihren Reden in beeindruckendem Maße Souveränität, Witz und Schlagfertigkeit mit inhaltlicher Substanz!
Miriam Hauft, Deutsche Meisterin 2009 für den Debattierclub Magdeburg, befand schon während des ersten Rede-Einsatzes von Felica im Wintersemester 2011/2012: „Hui! Die hat Potenzial!“.
Der letztjährige Preisträger, Tobias Kube, sagt zu Felicias Gewinn: „Im kommenden Jahr kann sich Felicia als amtierende Nachwuchspreisträgerin insbesondere darauf freuen, beim DDG-Masters Cup antreten zu dürfen. Für mich war es im letzten Jahr eine großartige Erfahrung, mit Licht-gestalten des Debattierens reden zu können, von denen ich zuvor nur aus heroischen Erzählungen gehört hatte.“
Felicia stammt aus Trittau (Schleswig-Holstein) und zog für ihr Studium nach Magdeburg. Ihr Studium in Philosophie-Neurowissenschaften Kognitionswissenschaften schien sie nicht genug einzunehmen: Bereits im Mai 2012 wurde sie zur Vizepräsidentin des Debattierclubs Magdeburg gewählt. Dort war sie bis Mai 2013 verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit, Training sowie English Debating.
In ihrer bisherigen Karriere konnte sie schon einige Erfolge für sich verzeichnen: Viermal beste Magdeburger Rednerin im Tab (Hamburg 2013, Jena 2013, Aachen 2013, DDM München 2013), Break als Freie Rednerin beim Halbfinale der ODM 2013 in Jena, Halbfinal-break bei der ZEIT DEBATTE in Aachen, Viertelfinalbreak als Freie Rednerin bei der DDM 2013.
Die Nachwuchspreisträger bisher
Die Reihe der bisherigen DDG-Nachwuchspreisträger ist eine illustre Runde erfolgreicher Rednerinnern und Redner:
Gut geplant: der Termin für den Masters’ Cup 2013 steht fest! Das Turnier wird am 27. und 28. September 2013 in Eisenach ausgetragen. Im Anschluss findet am 25. September die turnusmäßige Mitgliederversammlung der Deutschen Debattiergesellschaft (DDG) statt. (more…)
Tim Richter und Gudrun Lux waren von 2007 bis 2012 verantwortliche Redakteure der Achten Minute.
Alles hat seine Zeit. Nach nun mehr als fünf Jahren Arbeit für und mit der Achten Minute ziehen wir, Gudrun und Tim, uns Ende des Jahres 2012 aus der aktiven Redaktionsarbeit zurück.
Seit im September 2007 aus Hamburg der erste Post der digitalen Achten Minute online ging (damals noch ein bisschen radebrechend, aber immerhin schon mit Foto!), seitdem hat sich für die Achte Minute viel getan. Und wir finden, Gutes getan!
Viele, wir schätzen an die einhundert, feste und freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Autoren und Videojournalisten, Informanten und Twitterer, Layouterinnen und Grafiker aus ganz VDCH-Land, junge Leute schrieben über “alte Recken” genauso wie ältere über “junges Gemüse“ schrieben, unzählige Leute rezensierten und veröffentlichten. In Spitzenzeiten berichteten für die Achte Minute bis zu zehn Personen am selben Wochenende live von vier verschiedenen Orten über Siege und Themen, über “Geschichten am Rande”, über Leute, Gerüchte, Meinungen und Mythen.
Die Achte Minute hat sich in den vergangenen Jahren zum größten Onlinemagazin der deutschsprachigen Debattierszene Mitteleuropas entwickelt und erreicht mehrere hunderttausende Leser. Sie wird von aktiven Rednerinnern und Rednern gelesen und natürlich von alle denjenigen, die sich außerhalb von VDCH-Land aufhalten, sei es zum Studium oder aus beruflichen Gründen. Sie ist auch Informationsmedium für die Mütter von – beispielsweise – deutschen Debattiermeisterinnen aus Magdeburg. Kurzum: Sie ist vielen ein Lesezeichen im Browser und einen täglichen Blick wert.
Auch ging die Achte Minute stets mit der Zeit. Nachdem das alte System technisch ausgedient hatte, zogen wir auf einen eigenen Server um, verbesserten die Lesbarkeit des Magazins, richteten Topthemen ein, entdeckten Twitter und Facebook. Das Magazin wuchs und wuchs. Aus den vormals zwei Redakteuren ist ein ganzes Team an festen Autoren geworden, mit einem “Korrespondentennetz” auf der ganzen Welt: Juroren und Redner, die auf Turnieren in Thailand oder der Türkei waren, die in Oxford auf dem Boden schliefen oder die Hitze und Gastfreundschaft Afrikas genossen, berichteten, telefonierten, simsten und tippten. Die Berichterstattung wurde zunehmend multimedial. Videobeiträge Dritter sind eingebunden und eigene produziert. Alfred Snider, Rhetorikprofessor aus den USA, schrieb damals via Twitter “#EUDC The tournament has not done a good job of getting out the news. Without achteminute and Twitter there would be a lot of nothing”.
Viel Lob für alle Beteiligten! Denn nicht nur zwei Menschen stehen hinter der Achten Minute. Um die Dichte und Zuverlässigkeit der Achten Minute zu erreichen, ist das große Engagement vieler von Nöten: So sind die Texte vielleicht in Kielgeschrieben, in Wien gegengelesen, in Hongkong übersetzt und in Bonn letztkorrigiert veröffentlicht worden. Fotos erreichten die Redaktion aus Istanbul, Videos wurden in Amsterdam produziert, aus London wurde getwittert. Anrufe aus Bangkok mit Break-Informationen flossen in der Silvesternacht in einen Post, der aus Heidelberg veröffentlicht wurde.
Wir, Gudrun und Tim, möchten nochmals all denjenigen danken, die mit so großen Einsatz für die Achte Minute gearbeitet haben! Euch alle aufzuzählen, würde die maximale Textlänge des Servers sprengen; wir laden alle ein, sich beim Lesen der Posts auf der Achten Minute selbst ein Bild der Teamarbeit zu machen – sie alle haben einen tollen Job gemacht! Unser Dank gilt ganz besonders aber Anja Pfeffermann, die in schwerer Zeit eingesprungen und seitdem eine der größten Stützen für uns bei der Arbeit für die Achte Minute ist.
Es ist nun Zeit für uns, die operative Arbeit und Redaktion in junge Hände zu legen. Neue Köpfe braucht die Achte Minute, neue Ideen sind gefragt. Wir wünschen der Achten Minute, dass sie auch in Zukunft das einzigartige Projekt ist, für das wir sie halten. Wir wünschen uns, dass sie uns auch in den nächsten Jahren professionell und zuverlässig mit Informationen und Neuigkeiten rund um unserer Leidenschaft, dem Debattieren, versorgt.
Mit viel Vorfreude auf die nächsten fünf Jahre Achte Minute,
Im Anschluss an den diesjährigen Masters’ Cup tagte die zehnte ordentliche Mitgliederversammlung der Deutschen Debattiergesellschaft (DDG). Nachdem er bereits ein erfolgreiches Jahr im Amt ist, hat die Versammlung Stefan Hübner aus Jena als Präsidenten wiedergewählt.
Ebenso wählte die Versammlung neue Vizepräsidenten in den Vorstand um Stefan Hübner: Tim Richter aus Bonn und Benedikt Nufer aus Hamburg komplettieren den Vorstand. Richter wird zudem das Amt des Schatzmeisters ausüben.
Sie folgen auf den letztjährigen Vorstand, aus dem Marietta Gädeke, Nicolas Eberle – beide aus Mainz -, Bastian Laubner aus Berlin und Oliver Hörtensteiner aus München ausschieden. Stefan Hübner dankte auch im Namen aller Mitglieder den bisherigen Vorstandsmitgliedern für die konstruktive Zusammenarbeit!
Jedes Jahr veranstaltet die Deutsche Debattiergesellschaft, die Alumni und Förderer des Debattierens versammelt, ein Urlaubswochenende für seine Mitglieder. Nach Würzburg, Bremerhaven und London war dieses Mal Dresden an der Reihe. Traditionell gibt es dabei – ganz untypisch für Debattierer – keine Debatten. Denn auch der Mensch hinter dem Redepult oder dem Jurierpokerface braucht manchmal eine kleine Auszeit. Darum startete das Wochenende ganz gemütlich als die DDGler in kleiner Runde freitags nach und nach eintrudelten. Die erste Erkenntnis: In unserem Hostel „Mondpalast“ waren wir mitten im Leben der hippen Dresdner Neustadt mit unzählige Bars und – dank wunderbarem Wetter – umringt von fast mediterranem Leben und Feiern auf den Plätzen und Straßen der Stadt. Einfach schön.
Trotz der vorausgesagten Regenwahrscheinlichkeit von 90 % hatten wir statistisch gesehen die Nase vorn: Der Sonnenschein und sommerliche Temperaturen gaben den Ton an! Genau das richtige Wetter für unser samstägliches Kulturprogramm in der Altstadt: Erst die Stadtführung am Morgen mit Anekdoten von der Champignon-Zucht in den Nachkriegsruinen des Schlosses, dann die Vesper in der Frauenkirche und nachmittags das Hygiene-Museum mit Naturwissenschaft zum Anfassen. Dank dem dortigen Gehirnstrom-Wettbewerb, der misst wer besser an nichts denken kann, ist es jetzt offiziell: Hannes Budelmann ist entspannter als Bernd Hoefer! Obwohl man munkelt, dass es für Bernd nur an der rutschenden Brille scheiterte…
Leckeres boehmisches Essen machte uns durstig. Also entschlossen wir uns kurzerhand dafür, mit einem Drink in der Hand die tolle Aussicht vom Dach des Landtages auf die Elbe und auf das Feuerwerk des Silbermond-Konzerts um die Ecke zu genießen. Zuletzt gab die nächtliche Führung durch die Semperoper dem ganzen noch ein wenig Glamour. Den kann man sich auch nochmal auf Henrik Maedlers wunderbaren Fotos anschauen.
Am Sonntagmorgen versuchten uns ein ausgeraubter Geldbeutel und ein Schloss, das mit der Flex bearbeitet werden musste, noch die Laune zu trüben. Wir konterten mit leckerem Brunch. Für die Sportlichen ging es danach Wandern und für den Rest nochmal gemütlich in die Stadt, bevor wir uns wieder in alle Himmelsrichtungen verteilten. Bei einem letzten Blick über die Dächer stellten wir fest: Irgendwie ist Dresden eine gelungene Mischung aus mediterranem Florenz und sozialistischem Prag. Es war so schön – da sprudelten gleich die Ideen für das nächste Urlaubswochenende: Stockholm? München? Edinburgh? Wir sind gespannt, wer das Rennen macht…
Am Ende gebührt Stefan Hübner für den tollen Vorschlag und die drei Tage ein großer Dank: Es war ein ganz wunderbares DDG-Sommerwochenende. Schöne Gespräche, leckeres Bier, Kultur satt und ein tolles Programm in einer traumhaften Stadt – was will man mehr!
Ein aufregendes und wunderschönes verlängertes Wochenende ging Anfang Juni zu Ende und damit die Meisterschaften im Deutschsprachigen Debattieren (MDD, vormals Deutsche Debattiermeisterschaft, DDM), erstmals ausgetragen in Wien und überhaupt außerhalb Deutschlands. Als größtes und wichtigstes Event der deutschsprachigen Debattierszene war die MDD für die Deutsche Debattiergesellschaft der Höhepunkt des zurückliegenden Debattierjahres: Mehr als 40 DDGler fanden den Weg nach Wien, um der alten Tradition folgend gemeinsam im geheimen Konklave zu diskutieren, zu debattieren und sich am Ende doch – überraschend einmütig – auf Tobias Kube aus Marburg als den besten Nachwuchsredner zu einigen.
Die Debattierweltmeisterschaft 2013 wird in Berlin veranstalten. Die erfolgreiche Bewerbung um das prestigeträchtige Turnier war auch dank der DDG möglich: Mit 1.000 Euro unterstützte die DDG den „bid“. Die Spende ergänzte ein Zuwendung der Wochenzeitung DIE ZEIT, die die Berliner Bewerbung mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro überhaupt erst ermöglichte.
Auch jetzt, nachdem Berlin den Zuschlag für die „Worlds“ bekommen hat, will die DDG dem Verein weiter dabei helfen, das größte Debattierturnier, das je auf deutschem Boden stattgefunden hat, Wirklichkeit werden zu lassen. Viele DDG-Mitglieder sind in das Organisationskommittee eingebunden und auch finanzielle Hilfe ist hocherwünscht. Wer die WUDC 2013 in Berlin unterstützen möchte, kann eine zweckgebundene Spende mit dem Verwendungszweck „WUDC 2013 Berlin“ an die DDG überweisen. Je nach Gesamthöhe der eingegangene Spenden wird die DDG dann einen oder mehrere Aspekte der WUDC fördern können.
Die Achte Minute soll multimedial(er) werden – und Sie können das Magazin dabei unterstützen. Die gemeinsamen Herausgeber der Achten Minute, VDCH und DDG, möchten das Magazin weiter voranbringen und mit einer Digitalkamera dafür sorgen, dass künftig mehr Filmprojekte verwirklicht werden können. Spenden Sie zweckgebunden für eine Kamera, damit die ehrenamtliche Berichterstattung ausgebaut werden kann. So könnten Videointervies, Videoberichte und Mitschnitte von Finaldebatten künftig zum Standard werden. Eine Spende mit dem Verwendungszweck “Achte Minute” kommt direkt unserem Magazin
Hier für beide Spendenanliegen die richtige Kontoverbindung: Deutsche Debattiergesellschaft Kontonr. 801019 bei Deutsche Bank BLZ 10070024
“Wie eine Explosion“ war es für Sina Strupp, als sie im Sommer bei der Deutschen Debattiermeisterschaft (DDM) in Heidelberg mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet wurde. Den Preis verleiht die Deutsche Debattiergesellschaft jährlich an einen jungen Redner oder eine junge Rednerin, die sich bei der DDM als besonders vielversprechend herausgestellt hat.